GR Aktuell


Die GABL im Gemeinderat

Stellungnahmen und Meinungen zu aktuellen Themen

Dauerthema: Gewerbegebiet Gebersheimer Weg

Beim Gewerbegebiet Gebersheimer Weg hatte unsere Fraktion schon sehr frühzeitig fundamentale Einwände:

  1. das Gebiet östlich der Umgehungsstraße ist ökologisch wertvoll und sollte nicht überbaut werden.
  2. die Entwässerung des nicht versickerbaren Niederschlagswassers sollte nicht zusammen mit dem Schmutzwasser über das Kanalnetz sondern getrennt über das Becken der Nordumfahrung und dann Richtung Gebersheim geschehen.

Beides wurde mehrheitlich verworfen. Zum einen aus Kostengründen. Zum anderen bestand für die Flächen östlich der Umgehungsstraße zwar nie ein zwingender Bedarf, sie wurden aber als Puffer für die Umlegung benötigt.

Genau diese Einwände teilt vorraussichtlich das Landratsamt Böblingen und vielleicht auch andere Träger öffentlicher Belange in ihren Stellungnahmen. Die Entwässerung muss überdacht werden. Für die Flächen, die hohe artenschutzrechtlichen Wert besitzen sind weitere Gutachten nötig.

Hinzu kommt, dass der ökologische Ausgleich auf dem Gelände und sogar auf der gesamten Rutesheimer Markung nicht vollständig möglich ist. Und das obwohl das Büro KMB alle Register gezogen hat, um möglichst viele Ökopunkte zu erreichen.

Unser Vorschlag weitere Waldflächen als Refugien (Alt- und Totholzkonzept) stillzulegen wurde geprüft und von den Forstbehörden als aktuell nicht zielführend betrachtet, denn die verbleibenden Rutesheimer Wälder sind zumeist junge und wenig standortgeeignete Nutzwälder (Fichten)

Wir sind nun kurzfristig nochmal zusammengekommen und haben eine eigene Liste von weiteren Ausgleichsmaßnahmen erstellt. Diese haben wir im nicht-öffentlichen Teil der TA Sitzung vorgestellt. [Ausgleich_Vorschläge]

Die Vorschläge sind dergestalt, dass sie ökologischen Nutzen haben, aber auch für die Menschen sichtbar und positiv erlebbar sind. Sie werden von der Verwaltung geprüft werden. In den allermeisten Fällen wäre damit Grunderwerb verbunden. Die Begeisterung wird sich also in Grenzen halten und die Gegenargumente sind absehbar. Ebenso vorhersehbar die Einwände von Landwirten, obwohl nur kleine Teile von Wiesen notwendig wären und keine Ackerflächen.

Es bleibt also spannend. Und die Frage, wie der Ausgleich bei zukünftigen Neubaugebieten oder Straßenbauten noch funktionieren soll hängt als Damoklesschwert über dem Ganzen.

Vorschlag für künftigen Schulweg durchs Bosch-Quartier

Das neue Quartier bietet nicht nur Möglichkeiten für den Wohnungsbau. Ein großzügiger Rad- und Fußweg kann Teil eines neuen Schulwegs sein. Das ist ein Vorteil für Bewohner und Schüler und Passanten.

Rot: bestehender Rad- und Fußweg

Blau: Umwidmung in eine Fahrradstraße

Grün: Rad- und Fußweg durchs zukünftige Quartier.

idealer Weg zur Schule