Einkaufen mit dem Fahrrad – Teil 2

Start am Rathaus

Bei Sonne kann es jeder… Eine Regenpause nutzten sieben überzeugte Radfahrerinnen und Radfahrer, um zu testen, wie gut Einkaufen mit dem Fahrrad in Rutesheim funktioniert Am Start waren: Zwei Lastenfahrräder, ein E-Bike, drei Fahrräder mit Einkaufskorb oder Packtasche und ein E-Bike mit Anhänger. Organisator Albrecht Beck gab den Radlern einen kleinen Fragebogen mit auf den Weg: Wie gut sind die Läden erreichbar? Reichen die Stellplätze aus? Lassen sich wertvolle Fahrräder sicher anschließen? Welche Verbesserungen wünschen Sie sich in Rutesheim? Zwei Radler  begaben sich allein auf Einkaufstour, fünf machten sich gemeinsam auf den Weg. Folgende Läden wurden über die Leonberger Straße und die Dieselstraße angesteuert: Edeka Neumann, Hagebaumarkt Bolay, Aldi, dm und Kik. Am Ende bewertete die Gruppe die Fahrradfreundlichkeit der Geschäfte:

Wenig Platz bei dm
… genauso wenig bei kik


Platz 4: dm und Kik

Positiv: Ständer nahe am Eingang, teilweise überdacht. Ans Radwegenetz angeschlossen. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich.

Negativ: sehr geringe Anzahl von nur einseitig nutzbaren Vorderradklemmen, Anschließen nicht möglich Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt.

Drangvolle Enge vor dem Hagebaumarkt

Platz 3: Hagebaumarkt Bolay

Positiv: Ständer nahe am Eingang.

Negativ: Fahrsituation auf dem Gelände durch hohe Stellplatzdichte und entsprechend viele Autos auf Parkplatzsuche recht unübersichtlich. Typ Vorderradklemme, nur einseitig nutzbar, abschüssig, Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt, bzw nicht möglich, kein Hinweisschild auf Radabstellplätze, keine Überdachung, teilweise zugestellt mit Ware. Anzahl der Plätze zu gering.

Bei Regen reichen die Plätze

Platz 2: Edeka Neumann

Positiv: Anschluss ans Radwegenetz, Ständer nahe am Eingang. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich.

Negativ: Typ Vorderradklemme, nur einseitig bequem nutzbar, Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt, kein Hinweisschild auf Radabstellplätze, keine Überdachung. Anzahl der Plätze zu gering. Am Getränkemarkt ist kein Platz für Fahrräder vorgesehen.

Empfehlung: Radständer (Bügel) unter Unterdachung direkt am Gebäude. Absenkung des Bordsteines am Fußgängerzugang West (Dieselstraße)

Vorbildlich: Fahrradständer bei Aldi

Platz 1: ALDI

Positiv: Ständer nahe am Eingang. Ans Radwegenetz angeschlossen. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich. Gut erkennbare Beschilderung. Ausreichend Platz für 12 Räder, auch Anhänger und Lastenräder möglich. Typ Anlehnbügel. Anschließen ist gut möglich.

Negativ: keine Überdachung.

Empfehlung: weiterer Zugang zum Gelände vom Radweg im Norden aus.

Folgende Verbesserungsvorschläge wurden genannt: Die Radständer am Rathaus und in der Ortsmitte sind zwar elegant, aber unpraktisch wegen ihres massiven quadratischen Querschnitts. Anschließen mit einem Bügelschloss ist kaum möglich, ein runder Querschnitt wäre besser. Außerdem zerkratzen sie leicht den Fahrradrahmen. Überdachte Stellplätze mit der Möglichkeit, das Fahrrad sicher fest zu schließen. Generell mehr Abstellflächen an allen Läden, auch im Ortszentrum.

Einkaufen mit dem Fahrrad in Rutesheim

Mit dem Lastenfahrrad auf dem Wochenmarkt

Spaß haben, Autoverkehr reduzieren

Geht das? Wie gut sind die Läden erreichbar? Reichen die Stellplätze für Fahrräder aus? Lassen sich wertvolle Fahrräder sicher anschließen? Wir probieren es gemeinsam aus.

Am Samstag 5. Oktober 2019, 11 Uhr treffen wir uns mit unseren Fahrrädern auf dem Rathausplatz. und fahren zum Einkaufen in verschiedenen Rutesheimer Geschäften. Alle Fahrräder sind willkommen, egal ob mit oder ohne Elektroantrieb. Ganz besonders freuen wir uns über Anhänger, Lastenfahrräder und Fahrräder mit Einkaufskörben. Bitte einen Bleistift oder Kugelschreiber mitbringen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Albrecht Beck