Willkommen auf den Seiten der GABL – Rutesheim

An morgen denken – heißt heute zu handeln

Die GABL ist die Vertretung der GRÜNEN im Rutesheimer Gemeinderat, organisiert als freie Liste ökologisch engagierter Rutesheimer Bürgerinnen und Bürger. Die Zukunft unseres Ortes , die Zukunft unserer Kinder liegt uns am Herzen.

Die obersten Ziele sind zugleich Leitfaden für das politische Handeln auf kommunaler Ebene:

-Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen

-soziale Gerechtigkeit

-zukunftsbeständige Ökonomie, die Arbeit für alle schafft.

Haushalt und „sichere Häfen“

Am 27.Januar wurde der Rutesheimer Haushalt 2020 verabschiedet. Die Stellungnahmen der Fraktionen haben Tradition. Sie beschäftigen sich mit dem laufenden Haushalt und sind eine Standortbestimmung der verschiedenen Richtungen. So auch in diesem Jahr, das insofern ein besonderes Jahr war, da auf ein neues Haushaltsrecht umgestellt wurde. Wir meinen, mit der Doppik, so der Name des neuen Haushaltsrechts, gibt es einige Vorteile. Das könnt ihr gerne hier nachlesen. Auch unsere Meinung zu aktuellen Themen. Die Stellungnahmen der anderen vier Fraktionen findet ihr in den Stadtnachrichten oder auf dem Archiv der Webseite der Stadt. Lesenswert ist der Gedanke der CDU mittels Sprüche 24,4 einen direkten Bezug zwischen unserem Haushalt und der Bibel herzustellen. Eine gewagte Verneigung vor dem „C“ im Parteinamen. Aber in der Tat: Weisheit und Einsicht (wie in Sprüche 24 gepriesen) werden sichtbar: Die Reden beinhalten erfreulich viel Umwelt- und Klimaschutz. Das Thema ist angekommen. Ein Grund sicher der, dass es ein gesellschaftliches Mainstream Thema geworden ist. Der andere ist der, dass wir das Thema im Rat gut und glaubhaft mit Engagement und Fachkenntnissen vertreten. Diese Kombination macht Mut: uns als Fraktion zum Weitermachen und den Lesern zum Mitgestalten.

Im Vorfeld haben wir einen Antrag gestellt, mit dem Inhalt, dass Rutesheim dem Bündnis „Sichere Häfen“ beitreten sollte. Also Unterkünfte und Hilfe für aus Seenot gerettete Menschen vorzuhalten. Den Antrag könnt ihr hier nachlesen. Er wurde in nicht-öffentlicher Sitzung im zuständigen Verwaltungsausschuss mit Stimmengleichheit abgelehnt. Wir hätten auf eine nochmalige Abstimmung im Gesamtgemeinderat gedrängt. Aber da die Verwaltung eine ablehnende Haltung vertritt, wäre es ein hoffnungsloses Unterfangen geworden. Wir denken, mit der sehr gespaltenen Meinung im Rat könnten wir an anderer Stelle gemeinsam etwas Gutes erreichen. Warum keine Projektpartnerschaft oder Städtepartnerschaft mit einem der Herkunftsländer der Migrant*innen? Wir werden sehen.

Im SPIEGEL 6/2020 erschien dazu ein interessanter Artikel. Er beschreibt sehr gut das parteiübergreifende Dilemma.

Grüne Kreuze für die Bienen

Feldkreuz amHeimerdinger Kreisverkehr, Okt. 2019

Bauer Willi‘s“ Aktion mit den grünen Kreuzen auf Feldern ist endliich auch bei uns angekommen. Der letzte Auslöser war wohl das drohende Bienen-Volksbegehren, das den Landwirten Sorge bereitet, denn damit soll der Chemieeinsatz auf ihren Feldern eingeschränkt werden.  

Die Kreuze stehen also nicht etwa für die vielen Kleintiere und Insekten, die in den vergangenen Jahrzehnten still verschwunden sind. Nein. Es geht viel um Besitzstandswahrung und Existenzängste, aber auch darum, dass sich Landwirte nicht gerne von verwöhnten, ahnungslosen Großstädtern Vorschriften machen lassen.

Kann man irgendwie verstehen, aber eine Blockadehaltung hilft auch nicht weiter. Wasser, Böden, Tiere und auch die Menschen, die dort leben, essen und arbeiten sind bedroht. Glyphosat ist sehr umstritten. Also muss man eine Lösung finden, die langfristig trägt.

Die Leute vom Volksbegehren stehen in Verhandlungen mit der Landesregierung und haben solange die Werbung für die Aktion völlig gestoppt. Den Landwirten hätte es darum gut zu Gesicht gestanden auch ihre grünen Kreuze wieder einzusammeln. Es wäre ein guter Beitrag zum sozialen Frieden und zu konstruktiven Gesprächen gewesen.

Das geschieht offenbar nicht. Schade. Aber glücklicherweise hatte ein Zeitgenosse Mitleid und am Heimerdinger Kreisel mit einer Verschönerungsaktion den Kreuzen ein freundlicheres Aussehen und nebenbei eine ganz neue Bedeutung verschafft. Sehr gelungen. Vielleicht sogar nachahmenswert. Frage ist nur: wo bekommt man die netten Schmetterlinge und Bienen her?

gleiches Feldkreuz am 3.11.2019

Einkaufen mit dem Fahrrad – Jetzt noch besser

Wir wissen noch nicht, ob unsere Aktion daran Anteil hatte. Auf jeden Fall hat Edeka kräftig nachgelegt. Der Umbau ist noch nicht ganz fertig, aber man erkennt bereits eine Überdachung für die Fahrräder. Die vorgeschlagene Absenkung des Zuganges von der Dieselstraße her ist auch realisiert. Somit ist Edeka auf dem besten Weg, Aldi den ersten Rang abzulaufen. Wir sind freudig gespannt wie es am Ende aussieht.

Und wie es angenommen wird…

Einkaufen mit dem Fahrrad – Teil 2

Start am Rathaus

Bei Sonne kann es jeder… Eine Regenpause nutzten sieben überzeugte Radfahrerinnen und Radfahrer, um zu testen, wie gut Einkaufen mit dem Fahrrad in Rutesheim funktioniert Am Start waren: Zwei Lastenfahrräder, ein E-Bike, drei Fahrräder mit Einkaufskorb oder Packtasche und ein E-Bike mit Anhänger. Organisator Albrecht Beck gab den Radlern einen kleinen Fragebogen mit auf den Weg: Wie gut sind die Läden erreichbar? Reichen die Stellplätze aus? Lassen sich wertvolle Fahrräder sicher anschließen? Welche Verbesserungen wünschen Sie sich in Rutesheim? Zwei Radler  begaben sich allein auf Einkaufstour, fünf machten sich gemeinsam auf den Weg. Folgende Läden wurden über die Leonberger Straße und die Dieselstraße angesteuert: Edeka Neumann, Hagebaumarkt Bolay, Aldi, dm und Kik. Am Ende bewertete die Gruppe die Fahrradfreundlichkeit der Geschäfte:

Wenig Platz bei dm
… genauso wenig bei kik


Platz 4: dm und Kik

Positiv: Ständer nahe am Eingang, teilweise überdacht. Ans Radwegenetz angeschlossen. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich.

Negativ: sehr geringe Anzahl von nur einseitig nutzbaren Vorderradklemmen, Anschließen nicht möglich Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt.

Drangvolle Enge vor dem Hagebaumarkt

Platz 3: Hagebaumarkt Bolay

Positiv: Ständer nahe am Eingang.

Negativ: Fahrsituation auf dem Gelände durch hohe Stellplatzdichte und entsprechend viele Autos auf Parkplatzsuche recht unübersichtlich. Typ Vorderradklemme, nur einseitig nutzbar, abschüssig, Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt, bzw nicht möglich, kein Hinweisschild auf Radabstellplätze, keine Überdachung, teilweise zugestellt mit Ware. Anzahl der Plätze zu gering.

Bei Regen reichen die Plätze

Platz 2: Edeka Neumann

Positiv: Anschluss ans Radwegenetz, Ständer nahe am Eingang. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich.

Negativ: Typ Vorderradklemme, nur einseitig bequem nutzbar, Lastenrad oder Rad mit Anhänger nicht berücksichtigt, kein Hinweisschild auf Radabstellplätze, keine Überdachung. Anzahl der Plätze zu gering. Am Getränkemarkt ist kein Platz für Fahrräder vorgesehen.

Empfehlung: Radständer (Bügel) unter Unterdachung direkt am Gebäude. Absenkung des Bordsteines am Fußgängerzugang West (Dieselstraße)

Vorbildlich: Fahrradständer bei Aldi

Platz 1: ALDI

Positiv: Ständer nahe am Eingang. Ans Radwegenetz angeschlossen. Wege auf dem Gelände klar und übersichtlich. Gut erkennbare Beschilderung. Ausreichend Platz für 12 Räder, auch Anhänger und Lastenräder möglich. Typ Anlehnbügel. Anschließen ist gut möglich.

Negativ: keine Überdachung.

Empfehlung: weiterer Zugang zum Gelände vom Radweg im Norden aus.

Folgende Verbesserungsvorschläge wurden genannt: Die Radständer am Rathaus und in der Ortsmitte sind zwar elegant, aber unpraktisch wegen ihres massiven quadratischen Querschnitts. Anschließen mit einem Bügelschloss ist kaum möglich, ein runder Querschnitt wäre besser. Außerdem zerkratzen sie leicht den Fahrradrahmen. Überdachte Stellplätze mit der Möglichkeit, das Fahrrad sicher fest zu schließen. Generell mehr Abstellflächen an allen Läden, auch im Ortszentrum.

Rettet die Bienen

Rettet die Bienen

Vor kurzem war hier ein Aufruf zu finden, sich an der Beantragung eines Volksbegehrens zu beteiligen. Dazu waren 10000 Unterschriften nötig. 30000 sind es geworden. Mittlerweile wurde das Volksbegehren Artenschutz vom Innenministerium genehmigt. Ab 24.September hat das breite Trägerbündnis aus proBiene, den Landesverbänden von BUND, NABU, Demeter, Naturland, Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft und ÖDP sowie Slow Food Deutschland, Fridays for Future BW, der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Bodan, Naturata, Waschbär und GLS-Bank sechs Monate Zeit, die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten im Land (ca. 770.000 Personen) zu sammeln. Die Unterlagen dazu veröffentlichen die Organisatoren ab 24. September auf ihreh Webseite. Ab 18. Oktober werden zudem in allen Rathäusern des Landes Eintragungslisten ausliegen.

Die Ziele sind höher gesteckt als beim Bayrischen Vorbild. Das ist gut gemeint, kann aber zum Problem werden. Sogar Biobauern und grüne Landespolitiker bemängeln, dass übers Ziel hinausgeschossen wird. In Bayern wurde der Vorschlag 1:1 vom Landtag übernommen. Das wird vermutlich bei uns nicht funktionieren. Zu viele gesetzliche Ungenauigkeiten und zu große Eingriffe ins Eigentumsrecht, ins Recht auf freie Berufsausübung, im Datenschutz und in die kommunale Flächennutzungsplanung werden ins Feld geführt. Es bleibt eine spannende Diskussion, die hoffentlich zu einem guten Kompromiss führt.

Sitzungstermine

13.01.2020 VA
20.01.2020 TA
27.01.2020 GR
10.02.2020 VA
17.02.2020 TA
02.03.2020 GR
16.03.2020 VA
23.03.2020 TA
30.03.2020 GR
27.04.2020 VA
05.05.2020 TA
11.05.2020 GR
22.06.2020 VA
29.06.2020 TA
06.07.2020 GR
14.09.2020 VA
22.09.2020 TA
28.09.2020 GR
21.10.2020 VA
02.11.2020 TA
09.11.2020 GR
xx.11.2020 Klausur
01.12.2020 VA
07.12.2020 TA
14.12.2020 GR